Genauer hingeschaut

Muss mein Kind eine LRS-Diagnose haben, bevor es Hilfe bekommt?

Viele Eltern fragen sich genau das: „Braucht mein Kind erst eine offizielle Diagnose, bevor wir etwas tun können?“

Die kurze Antwort lautet: Nein.

Wenn ein Kind über längere Zeit deutlich größere Schwierigkeiten beim Lesen oder Schreiben hat als Gleichal­trige, ist Unter­stützung sinnvoll – unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose gestellt wurde.

Viele Kinder zeigen die gleichen typischen Anzeichen

Eltern merken oft sehr früh, dass etwas nicht stimmt. Typische Beobach­tungen sind zum Beispiel:
Lesen ist sehr langsam oder anstrengend
Wörter werden geraten statt gelesen
Buchstaben werden vertauscht
Schreiben wird möglichst vermieden
Hausauf­gaben führen regelmäßig zu Frust

Solche Schwierigkeiten sind bei einer Lese-Rechtschreib-Schwäche häufig und sollten gezielt gefördert werden.

Mareen Knoop LRS Trainerin Berlin

Warum viele Kinder Lesen und Schreiben vermeiden

Kinder entwickeln sehr schnell Strategien, um schwierige Situa­tionen zu umgehen.

Typische Vermei­dungsstrategien sind zum Beispiel:

„Ich habe keine Hausauf­gaben.“
„Ich habe das Buch vergessen.“
„Ich lese später.“
„Ich kann das nicht.“

Das hat selten mit Faulheit zu tun.

Kinder vermeiden oft das, was ihnen besonders schwer fällt – weil sie Frustration, Scham oder negative Erfahrungen vermeiden möchten.

Eine Diagnose ist nicht immer der erste Schritt

Eine medizinische Diagnose kann sinnvoll sein, wenn es um schulische Maßnahmen oder rechtliche Regelungen geht.

Zum Beispiel beim sogenannten Nachteil­saus­gleich, der Schülern mit LRS in Prüfungen zusät­zliche Unter­stützung geben kann.

Für eine Förderung oder ein Training ist eine solche Diagnose jedoch nicht zwingend erforderlich.

Entscheidend ist vor allem:

Hat dein Kind deutlich größere Schwierigkeiten als andere Kinder im gleichen Alter?

Wenn ja, kann eine gezielte Förderung bereits sehr hilfreich sein und dem Kind eine Sonder­be­handlung in der Schule ersparen.

Motivation, Selbstvertrauen und Freude beim Lernen mit der LRS Deutschland Methode nach Sigrid Walter
LRS Intensivkurs Berlin Mareen Knoop 14

Woran du erkennen kannst, dass dein Kind Unterstützung braucht

Es lohnt sich genauer hinzuschauen, wenn dein Kind:

dauerhaft deutlich langsamer liest als andere Kinder
Wörter häufig falsch schreibt
große Angst vor Diktaten hat
trotz Üben kaum Fortschritte macht

Dann geht es nicht um mangelnde Intel­ligenz.

Oft fehlt einfach eine verständliche Struktur, wie Sprache funktioniert.

Unsicher, ob eine Diagnose nötig ist? → Mehr dazu hier.

Der wichtigste Schritt:
Verstehen statt kämpfen

Viele Kinder erleben zum ersten Mal Erleichterung, wenn sie merken:
„Ich kann das verstehen.“

Genau dort setzt ein struk­turi­ertes Inten­siv­training an.

Statt jahre­langem Üben ohne fühlbarem Fortschritt lernen Kinder eine klare Strategie, wie Lesen und Schreiben funktion­ieren.

Wenn du unsicher bist, ob ein Inten­siv­training für dein Kind sinnvoll sein könnte, klären wir das gern in einem kurzen Gespräch.

Bewertet mit 5 von 5
quote ico

Ich war es ganz einfach leid, ein weiteres Jahr einmal in der Woche zu 45 Minuten Nachhilfe zu gehen, zu der mein Sohn nicht gehen wollte, es uns den ganzen Tag blockiert hatte und ich bei Wind und Wetter im Auto gewartet habe. 

Ich war es einfach leid.

Sandra

Mutter eines 13-jährigen Sohnes

Nach oben scrollen